Bramstedter Schloss, Historisches Gebäude in Bad Bramstedt, Deutschland
Das Bramstedter Schloss besteht aus einem Torhaus und einem Stallgebäude am Bleeck, dem Hauptplatz von Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein. Heute nutzt die Stadt diese Bauwerke als Verwaltungszentrum für städtische Dienstleistungen, Trauungen und kulturelle Veranstaltungen.
Das Gut erhielt 1540 den Adelsstatus und ging an den dänischen Königskanzler Caspar Fuchs, bevor ein Brand 1628 die Wirtschaftsgebäude zerstörte. 1631 verkaufte Arend Steding es an König Christian IV., der es 1633 Wiebke Kruse schenkte; das Torhaus stammt aus dieser Zeit und wurde um 1647 im Stil der späten Nordischen Renaissance umgebaut. Nach dem Abriss des alten Schlosses 1751 wurden Teile seiner Ausstattung im Torhaus installiert, das zu einem Rokoko-Wohnhaus umgebaut wurde.
Das Innere des Torhauses zeigt Rokoko-Stuckarbeiten des italienischen Künstlers C. D. Martini und bewahrt barocke Treppen aus seiner Renovierungszeit. Diese Ausstattung macht den Ort zu einem Zeugnis fürstlicher Wohnkultur aus vergangenen Jahrhunderten.
Die Gebäude befinden sich zentral am Hauptplatz von Bad Bramstedt und sind daher leicht zu Fuß erreichbar. Besucher sollten beachten, dass der Zugang je nach anstehenden Veranstaltungen oder Verwaltungsarbeiten eingeschränkt sein kann.
Das Torhaus wurde um 1647 im Stil der späten Nordischen Renaissance umgebaut, doch hinter den schlichten Backsteinfassaden verbirgt sich eine Überraschung: Der Italiener C. D. Martini stattete die Innenräume im Rokoko aus, und ein Großteil dieser Dekoration ist erhalten. Das alte Schlösschen stand jenseits der Hudau, war etwa dreizehn Meter breit und wurde 1751 abgerissen; an seinem Standort stehen heute Wohnhäuser.
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