Bundesleistungszentrum Kienbaum, Olympisches Trainingszentrum in Grünheide, Deutschland
Das Bundesleistungszentrum Kienbaum ist ein nationales Trainingszentrum in Grünheide (Mark), östlich von Berlin, das Einrichtungen für eine Vielzahl von Sportarten wie Leichtathletik, Kanu, Turnen, Volleyball und Triathlon bereithält. Das weitläufige Gelände umfasst Sporthallen, Außenanlagen, Übernachtungsmöglichkeiten und eine medizinische Betreuung direkt vor Ort.
Das Gelände wurde 1949 zunächst als Erholungspark angelegt und 1952 in ein Sportzentrum für Leistungssportler umgewandelt. In den folgenden Jahrzehnten wuchs es zu einem der zentralen Orte der deutschen Spitzensportförderung heran.
Der Name Kienbaum steht seit der DDR-Zeit für zentralisiertes, sportartübergreifendes Training, als von 1952 bis 1990 der Deutsche Turn- und Sportbund die Anlage führte. Heute nutzen Nationalmannschaften und Sportfachverbände das Gelände für Trainingslager; die rund 15 Seminarräume und ein Speisesaal mit etwa 300 Sitzplätzen dienen zugleich Lehrgängen und Tagungen.
Das Gelände ist ein Trainingszentrum und keine Besucherstätte; Zugang haben in der Regel nur Sportler und Betreuer. Es liegt rund 35 Kilometer östlich von Berlin im Ortsteil Kienbaum der Gemeinde Grünheide, und die 60 Hektar große Anlage ist am einfachsten mit dem Auto zu erreichen. Am nahen Liebenberger See sind eine vermessene Kanustrecke über 1000 und 300 Meter sowie eine Triathlonstrecke abgesteckt.
Die unterirdische Höhentrainingsanlage entstand 1966 und wurde zwischen 1977 und 1979 erweitert; öffentlich bekannt wurde ihre Existenz erst Anfang 1990. Im Februar 2022 beschädigte ein Schwelbrand in einem technischen Raum das Sportmuseum und die historische Unterdruckkammer durch Rauch und Ruß.
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