Burg Koppenstein, Mittelalterliche Burgruine im Hunsrück, Deutschland
Burg Koppenstein ist eine Burgruine im Hunsrück, im Rhein-Hunsrück-Kreis in Deutschland, die vor allem durch ihren fünfeckigen Turm auffällt, der über den übrigen Grundmauern aufragt. Rund um die Anlage sind tiefe Gräben in den Fels gehauen, die gemeinsam mit den erhaltenen Mauerteilen noch gut die ursprüngliche Ausdehnung der Festung erkennen lassen.
Der Berg Koppenstein wird bereits im 12. Jahrhundert erwähnt, und Gräben und Steinwälle deuten auf eine ältere Besiedlung hin; die heute sichtbaren Ruinen errichteten jedoch die Grafen von Sponheim nach 1325. 1330 erhielt die Siedlung am Fuße der Burg Stadtrechte. Spätestens im Dreißigjährigen Krieg wurden Burg und Ort aufgegeben und verfielen.
Die niederadelige Familie von Koppenstein nannte sich nach der Burg; sie stammte von einem unehelichen Sohn des Grafen Johann II. von Sponheim-Kreuznach († 1340) ab und wurde von der Grafschaft Sponheim mit bedeutenden Burglehen ausgestattet. Im blau und gold geschachten Wappen führte sie in Rot einen Raben. Der letzte männliche Namensträger, Jakob Adolf von Koppenstein († 1768), setzte Damian Freiherr Schenk von Schmidtburg als Erben ein; Ruine und Burgbezirk gehören heute mit Schloss Gemünden den Nachkommen der Schmidtburger, den Freiherren von Salis.
Der Zugang zur Ruine ist frei, und der fünfeckige Turm kann bestiegen werden, was einen guten Blick über die Hunsrück-Landschaft ermöglicht. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da das Gelände uneben ist und die Gräben rund um die Anlage ungesicherte Bereiche aufweisen können.
Der fünfeckige Turm von Burg Koppenstein ist in der deutschen Burgenarchitektur eine Seltenheit, da die meisten mittelalterlichen Türme rund oder viereckig sind. Diese ungewöhnliche Form wurde bewusst gewählt, um bestimmte Angriffspunkte am Fuß des Turms zu minimieren.
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