Burg Kühlseggen, Mittelalterliche Burg in Weilerswist, Deutschland.
Burg Kühlseggen ist eine Wasserburg in Weilerswist, deren älteste erhaltene Teile, ein mittelalterliches Wohnhaus und sein Eckturm, auf einer aufgeschütteten Insel stehen. Das Herrenhaus zeigt dunkles Backsteinmauerwerk mit weißen Kreuzstockfenstern aus Holz und steile Schieferdächer; eine kleine Gaube durchbricht das Dach des langen zweigeschossigen Flügels, und links erhebt sich ein schmaler Steinturm mit spitzem Dach. Dichte Sträucher säumen den Wassergraben.
Die Anlage entstand im Mittelalter als Befestigung und Wohnsitz für eine Adelsfamilie. Über die Jahrhunderte bewahrte sie ihre Funktion als Zentrum lokaler Macht und durchlebte verschiedene Umbauten und Anpassungen.
Der Name Kühlseggen geht auf „Cudilsheggin“ zurück, den Beinamen des Kölner Ministerialen Gobelin, der 1312 urkundlich erwähnt wird. Die Scheiffart von Merode machten den Sitz zu einem landtagsfähigen Rittersitz; seit 1836 gehört er der Familie von Eltz-Rübenach, die ihn noch bewohnt. Die Vorburg wird landwirtschaftlich genutzt.
Die Burg ist in Privatbesitz und bewohnt, kann also nicht von innen besichtigt werden. Ein Rundweg entlang des vom Weilerswister Mühlenbach gespeisten Wassergrabens ermöglicht die Außenbesichtigung. Die Anlage liegt unmittelbar an der A61 zwischen Swist und Erft.
Die Burg liegt mit 105,5 Metern über dem Meeresspiegel am tiefsten Punkt des Kreises Euskirchen. Bis ins 19. Jahrhundert stand die Anlage auf zwei Inseln; die eisernen Vorrichtungen an den Torpfeilern zeigen noch, wo eine Zugbrücke Hauptburg und Vorburg verband.
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