Burg Lauenrode, Mittelalterliche Burgruine in Hannover, Deutschland
Die Burg Lauenrode war eine um 1215 errichtete Burg auf der Leineinsel Brühl am westlichen Ufer gegenüber dem Beginenturm der hannoverschen Stadtmauer. Urkundlich für 1254 belegt sind eine Vorburg, ein Bergfried, die Kapelle St. Galli, ein Palas und eine Kemenate sowie die Mühlen Brückmühle und Klickmühle. Es sind keine Gebäudereste erhalten, das Erdreich des Burgbergs wurde abgetragen; der Standort liegt beim ehemaligen Preussag-Verwaltungsgebäude am Leibnizufer.
Die Burg entstand um 1215 für die Grafen von Roden und war lange Zeit ein wichtiges Machtzentrum der Region. Hannoversche Bürger zerstörten die Festung 1371 während von Konflikten zwischen der Stadt und lokalen Adelsfamilien.
Die Burg gab Konrad II. seinen Namen: Ab 1215 nannte er sich „von Lauenrode“ und machte sie zum Mittelpunkt seiner Herrschaft über Hannover. Ab 1241 wurde die Burg vom Landesherrn als Schutzburg der Stadt unterhalten, die Bürger bezahlten die Burgmannen. Die später auf dem aufgeschütteten Burgberg angelegte Bergstraße wurde beim Luftangriff am 9. Oktober 1943 zerstört.
Von der ursprünglichen Burg sind heute keine sichtbaren Strukturen mehr vorhanden, das Gelände liegt in der Nähe des ehemaligen Preussag-Verwaltungsgebäudes an der Leibnizufer. Wer die historische Stätte besuchen möchte, sollte damit rechnen, dass nur der moderne Straßenraum und die Umgebung an den früheren Standort erinnern.
Um 1540 wurde der Burgberg abgetragen und sein Erdreich für den Wall des Hohen Ufers am gegenüberliegenden Leineufer verwendet. Die später nach der Erhebung benannte Bergstraße verlief über die alte Burgstelle, bis sie beim Wiederaufbau nach dem Krieg verschwand.
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