Buchenloch, Eiszeitliche Höhle bei Gerolstein, Deutschland
Das Buchenloch ist eine Höhle im Dolomitfels der Gerolsteiner Kalkmulde nördlich von Gerolstein. Sie ist etwa 30 Meter lang, 4 Meter breit und durchschnittlich 2,4 Meter hoch, besitzt eine dicke Mittelsäule, eine große und eine kleine Seitenkammer sowie links einen schmalen, rund 15 Meter langen Seitenausgang. Sickerwasser löst Calcit und Dolomit und bildet Kalksinter und Tropfstein.
Gegraben wurde in der Höhle in den 1880er Jahren durch Eugen Bracht, einen Landschaftsmaler. Ein dabei entdecktes Steinwerkzeug ließ sich dem Moustérien zuordnen, das heißt, dass sich dort Neandertaler aufhielten. Die Tierknochenfunde weisen auf Mammut, Höhlenbär, Wildpferd und Ren als Jagdbeute hin. Die archäologischen Funde befinden sich im Rheinischen Landesmuseum Trier, die Knochenfunde sind zum Teil verschollen, einige liegen im Museum Villa Sarabodis in Gerolstein.
Der Name der Höhle setzt sich aus „Buchen“ und „loch“ zusammen; sie wird auch Buchenlay genannt. Im Zweiten Weltkrieg diente sie, neben den Wäldern der Dietzenley, einem Teil der Gerolsteiner Bevölkerung als Schutzunterschlupf bei den häufigen Bombenangriffen, die sich auf die strategisch wichtige Bahnlinie richteten.
Die Höhle ist öffentlich zugänglich und über den Vulkanwanderweg (Eifel) sowie die neunte Etappe des Eifelsteigs leicht zu erreichen. Zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März darf sie nicht betreten werden, da in der Fledermausschutzzeit der Zugang zu möglichen Winterquartieren gesetzlich verboten ist. Einige Bereiche sind dunkel und feucht, an der Rückseite führt eine steile, lehmige Halde fast bis unter die Höhlendecke.
Die Rückwand der Höhle bildet eine steile, lehmige Halde, die fast bis unter die Höhlendecke reicht. Sickerwasser löst die Gesteinsbestandteile Calcit und Dolomit des Dolomitfelsens und lagert dadurch Kalksinter und Tropfstein in der Höhle ab.
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