Burg Gerolstein, Mittelalterliche Burgruine in Gerolstein, Deutschland.
Burg Gerolstein ist die Ruine einer Höhenburg auf einem 440 m hohen Felsen über dem Kylltal, östlich des Gerolsteiner Zentrums. Erhalten sind eine 35 m lange, 11 m hohe Schildmauer von zwei Metern Dicke aus dem 16. Jahrhundert sowie Spuren einer nördlichen Vorburg und der Hauptburg. Zwei Kapellen von 1486 lagen in einem Halbturm und unterhalb des Felsens.
Burg Gerolstein wurde 1115 erstmals urkundlich erwähnt, als Gerhard von Blankenheim seinen Herrschaftssitz auf die von ihm errichtete Burg Gerhardstein verlegte, von der sich der Ortsname Gerolstein wahrscheinlich ableitet. Im 13. Jahrhundert baute Gerhard IV. sie zur Wehrburg mit Vor- und Hinterburg aus. Nach dem Aussterben der Blankenheimer 1423 ging sie an das Haus Loon-Heinsberg und 1468 an Dietrich III., Graf von Manderscheid. 1670 beschädigte ein Blitzschlag den Pulverturm; am 6. Juli 1691 nahmen französische Truppen die Burg ein, am 5. August wurde sie zurückerobert, wobei Gerolstein zerstört wurde.
Die beiden Kapellen der Burg stammen aus dem 15. Jahrhundert und prägen das Innenleben der Anlage bis heute. Sie zeigen, wie wichtig der Glaube für die Bewohner war und wie sie ihre täglichen Andachten in die Burgarchitektur integrierten.
Die Ruinen sind ganzjährig frei zugänglich und man kann sowohl die äußere Befestigung als auch die Hauptbereiche erkunden. Festes Schuhwerk ist zu empfehlen, da das Gelände uneben ist und einige Wege steil werden können.
Die Burg ist ab 1115 urkundlich belegt, als Gerhard von Blankenheim seinen Herrschaftssitz auf den von ihm errichteten Gerhardstein verlegte; der Ortsname Gerolstein leitet sich wahrscheinlich davon ab. In Schriftquellen erscheint die Ruine auch als Löwenburg, Junkernburg oder Jungkernburg (1840).
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