Burg Werdenstein, Mittelalterliche Burgruine in Immenstadt, Deutschland
Die Burgruine Werdenstein thront auf einem Sandsteinhügel in etwa 740 Metern Höhe und überblickt das Illertal im Oberallgäu. Von der ehemaligen Burg sind heute hauptsächlich Mauerwerk und eine erhaltene Toranlage zu sehen, die Einblicke in die mittelalterliche Bauweise geben.
Die Burg wurde 1239 erstmals urkundlich erwähnt und diente als Stammsitz der Herren von Werdenstein, die als Schatzmeister der Abtei Kempten tätig waren. Im Jahr 1525 erlebte die Anlage während des Bauernkriegs schwere Zerstörungen, die ihre Bedeutung als Herrschaftssitz endgültig beendeten.
Die Werdensteiner Chronik, verfasst von Baron Georg, dokumentiert die Plünderung der Burg während des Bauernkriegs von 1525.
Die Ruine ist über einen Wanderweg erreichbar und bietet vom Hügel aus einen guten Überblick über die umgebende Landschaft. Ein angrenzender Burgcafé bietet Möglichkeiten zur Erfrischung und Rast während des Besuchs.
Die Toranlage enthält spezialisierte Schießscharten mit charakteristischen Öffnungen, deren Bauweise auf das Zeitfenster zwischen 1460 und 1480 hindeutet. Diese Konstruktionsmethode mit horizontalen äußeren Öffnungen und vertikalen inneren Schlitzen war eine seltene Verteidigungstechnik der Spätgotik.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.