Burg Langenegg, Mittelalterliche Burgruine in Martinszell, Deutschland.
Die Burg Langenegg ist eine Burganlage auf einem bewaldeten Hügel in einer Schleife der Iller bei Waltenhofen. Der erhaltene Steinturm mit rechteckigem Grundriss dominiert das Gelande und zeigt noch heute die robuste Bauweise des Mittelalters.
Um 1250 entstand der Hauptturm. Als die Herren von Langenegg 1415 im Mannesstamm ausstarben, kam die Burg über eine Erbtochter an die Herren von Rauns, die später einen Teil an den Kemptener Patrizier Winter verkauften, der sich fortan von Langenegg nannte. Nach dem Tod des letzten Herrn 1647 fiel sie an den Fürstabt von Kempten, der sie verfallen ließ; ab 1734 diente sie als Zucht- und Armenhaus des Stifts.
Ab 1734 diente die Anlage als Zucht- und Armenhaus des Stifts Kempten. 1775 wurde die Insassin Anna Schwegelin nach einem Streit von einer Mitgefangenen als Hexe denunziert; das Gericht des Fürststifts verurteilte sie zum Tode, doch das Urteil wurde nicht vollstreckt. Sie starb 1781 im Kemptener Gefängnis und gilt als die letzte Hexe Deutschlands.
Das Gelande ist uber eine kleine Strasse von Thanners aus erreichbar, es wird aber festes Schuhwerk fur den schmalen Wanderweg empfohlen. Die Umgebung auf dem Hugel bietet ausreichend Platz zum Erkunden und der Wald sorgt fur Schatten wahrend des Besuchs.
Die Mauern des Bergfrieds sind 1,3 bis 2 Meter dick und stehen auf einem Grundriss von 12,8 mal 14,6 Metern. Sie bestehen aus Nagelfluh, einem lokalen Konglomeratgestein. Der Turm wurde zwischen 2001 und 2004 baulich gesichert.
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