Trutz Tilly, Militärische Schanze in Magdeburg, Deutschland
Trutz Tilly ist eine Schanze, die von Magdeburg 1631 als Flussverteidigung angelegt wurde und sich vom Elbufer bis zum Rehberg erstreckte. Die Festung bildete einen stumpfen Winkel und ragte in die umgebende Wiesenlandschaft.
Die Schanze entstand 1631 unter schwedischer Aufsicht durch Dietrich von Falkenberg, um Flussverkehr zu schuetzen. Sie wurde waehrend der Belagerung Magdeburgs errichtet, als die Stadt gegen mehrere Angreifer kaempfte.
Der Name ist eine bewusste Herausforderung gegen den gegnerischen Feldherrn Johann t'Serclaes von Tilly während des Dreißigjährigen Krieges. Diese Provokation spiegelt sich in der direkten Benennung wider und zeigt, wie Orte politische Botschaften vermittelten.
Das ehemalige Festungsgelaende liegt heute in der Naehe der Rehberg-Flaeche und ist leicht vom Zusammenfluss Dornburger Alte Elbe und Elbe zu erreichen. Der Ort ist gut zu Fuss erreichbar und bietet freien Zutritt zum ehemaligen Verteidigungsbereich.
Die Besatzung wurde von Hauptmann Böse befehligt und umfasste etwa 80 Soldaten, die bei Annaeherung von Pappenheimer Truppen durch einen kleinen Wald ueberfallen wurden. Dieses Ueberfallmanöver durch das nahegelegene Prester zeigt die taktischen Schwierigkeiten, denen sich kleine Garnisonen gegenueber sahen.
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