Böttingerhaus, Stadtpalais in Bamberg, Deutschland
Das Palast, auch Böttingerhaus genannt, ist ein barockes Stadtpalais an der Judenstraße in der Bamberger Altstadt. Es ist ein freistehendes Gebäude mit einer reich gegliederten Steinfassade, symmetrisch angeordneten Fenstern und einem markanten Portal, das zur Straße hin ausgerichtet ist.
Das Böttingerhaus wurde Anfang des 18. Jahrhunderts nach Plänen von Johann Dientzenhofer errichtet, einem der einflussreichsten Architekten Frankens seiner Zeit. Es entstand in einer Phase, in der viele Auftraggeber in Bamberg begannen, repräsentative Stadtpaläste nach dem Vorbild europäischer Höfe zu bauen.
Das Böttingerhaus trägt seinen Namen nach Johann Ignaz Tobias Böttinger, einem Bamberger Hofrat und Bankier, der es als Stadtresidenz in Auftrag gab. Wer vor dem Gebäude steht, kann an der Fassade die Wappenreliefs und Figuren erkennen, die auf seinen Auftraggeber hinweisen.
Das Gebäude befindet sich in der Judenstraße, mitten im historischen Altstadtkern von Bamberg, und ist gut zu Fuß von anderen Sehenswürdigkeiten der Umgebung erreichbar. Es empfiehlt sich, das Haus bei einem Spaziergang durch die Altstadt einzuplanen, da man die Fassade am besten aus kurzer Distanz von der Straße aus betrachten kann.
Das Böttingerhaus ist eines der wenigen privaten Barockpaläste in Bamberg, das nicht für einen kirchlichen oder fürstlichen Auftraggeber, sondern für einen bürgerlichen Bankier gebaut wurde. Das macht es zu einem eher seltenen Beispiel für privaten Repräsentationsbau außerhalb des Adels in dieser Region.
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