Deutschlandsender III, Rundfunksender in Brandenburg, Deutschland
Der Deutschlandsender Herzberg/Elster war ein Langwellen-Sendemasten aus Stahl in der flachen Landschaft des Elsterlandes in Brandenburg. Der Mast war 337 Meter hoch und trug an seiner Spitze eine tellerförmige Plattform mit einem Durchmesser von 25 Metern.
Der Mast wurde zwischen 1936 und 1939 errichtet und war bei seiner Fertigstellung das zweithöchste Bauwerk der Erde nach dem Empire State Building. Die Anlage wurde nach der deutschen Wiedervereinigung stillgelegt und der Mast schließlich abgerissen.
Die Anlage war über Jahrzehnte ein Wahrzeichen der flachen Landschaft rund um Herzberg, sichtbar von weit her. Wer durch die Gegend fuhr, konnte den Mast bereits aus großer Entfernung erkennen, bevor die Stadt selbst in Sicht kam.
Die Ruinen liegen in offenen Feldern nördlich von Herzberg an der Elster und sind über Feldwege zu Fuß erreichbar, wobei festes Schuhwerk auf dem unebenen Gelände empfehlenswert ist. Das Gelände ist dem Wetter ausgesetzt und bietet kaum Schutz, weshalb ein Besuch bei stabiler Witterung angenehmer ist.
Statt der üblichen Flugwarnleuchten waren militärische Scheinwerfer am Mast angebracht, weil Standardlampen den Sendebetrieb störten. Ihre Lichtstrahlen wurden nach oben auf die tellerförmige Plattform geworfen und waren nachts weithin zu sehen.
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