Brandenburg, Bundesland im Nordosten Deutschlands
Brandenburg ist ein Bundesland im Nordosten Deutschlands, das Berlin vollständig umschließt und sich über weite Ebenen mit mehr als 3.000 Seen erstreckt. Die Landschaft wird durch ausgedehnte Kiefernwälder, sandige Böden und ein dichtes Netz aus Flüssen und Kanälen geprägt, die das gesamte Territorium durchziehen.
Das Gebiet entwickelte sich ab dem Jahr 900 aus der Nordmark zur Markgrafschaft Brandenburg, die später zum Kern des Königreichs Preußen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb es Teil der DDR, bis es 1990 bei der deutschen Wiedervereinigung erneut als Bundesland entstand.
Die sorbische Minderheit im Südosten pflegt ihre Traditionen durch zweisprachige Ortsschilder, Gottesdienste in niedersorbischer Sprache und jährliche Festivals mit traditionellen Trachten. Besucher begegnen dieser lebendigen Kultur besonders in der Lausitz, wo lokale Bräuche wie das Zampern zur Fastnacht noch heute praktiziert werden.
Potsdam, die Landeshauptstadt, liegt etwa 30 Minuten von Berlin entfernt und dient als Ausgangspunkt für Erkundungen der umliegenden Regionen. Das weitläufige Gebiet lässt sich am besten mit dem Auto oder Regionalzügen erkunden, da viele kleinere Orte und Naturgebiete nicht direkt miteinander verbunden sind.
Der Spreewald, ein UNESCO-Biosphärenreservat, besteht aus einem verzweigten Netz von über 1.500 Kilometern Wasserstraßen, durch das Bauern bis heute Gemüse in traditionellen Holzkähnen transportieren. Diese einzigartige Kulturlandschaft funktioniert seit Jahrhunderten ohne Straßen in weiten Teilen der Region.
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