Schloss Bellevue, Präsidentenpalast in Tiergarten, Deutschland
Bellevue Palace ist eine klassizistische Residenz im Bezirk Mitte, am nördlichen Rand des Großen Tiergartens in Berlin. Das Gebäude liegt direkt am Spreeufer, unweit der Siegessäule, und präsentiert sich als weißer dreiflügeliger Bau mit Säulenportikus und zentraler Kuppel.
Der Palast wurde 1786 für Prinz August Ferdinand von Preußen als privater Sommersitz errichtet und gilt als erstes klassizistisches Bauwerk in Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er wiederaufgebaut und dient seit 1994 als Amtssitz des Bundespräsidenten.
Der Name Bellevue bedeutet "schöne Aussicht" und bezog sich ursprünglich auf den Blick über die Spree und die umgebenden Gärten. Heute dient das Gebäude als offizielle Residenz des Bundespräsidenten, wo Staatsgäste empfangen und wichtige Zeremonien abgehalten werden.
Der Palast kann nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden, die gelegentlich angeboten werden und im Voraus gebucht werden müssen. Der Park rundherum ist öffentlich zugänglich und ermöglicht einen Blick auf die Fassade und die gepflegten Gärten.
Im Zweiten Weltkrieg vergruben Anwohner militärische Statuen auf dem Palastgelände, die erst 1993 bei Bauarbeiten wiederentdeckt wurden. Die bronzenen Figuren hatten fast 50 Jahre unbemerkt unter der Erde gelegen.
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