Denkmal für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung, Gedenkstätte am Magnus-Hirschfeld-Ufer, Berlin, Deutschland
Das Denkmal an der Magnus-Hirschfeld-Ufer besteht aus sechs überlebensgroßen Calla-Lilien in Regenbogenfarben, die aus Metall gefertigt sind und über vier Meter Höhe erreichen. Die Blüten verteilen sich über eine Fläche und bilden zusammen eine beeindruckende Installation am Spreeufer.
Dr. Magnus Hirschfeld gründete 1897 das Wissenschaftlich-Humanitäre Komitee, das den Beginn der ersten Homosexuellen-Emanzipationsbewegung in der Weltgeschichte markierte. Das Institut für Sexualwissenschaft, das er später leitete, prägte die wissenschaftliche Debatte über Sexualität bis zu seiner Zerstörung in den 1930er Jahren.
Die Installation nutzt Calla-Lilien als Symbol für geschlechtliche Vielfalt, da diese Blüten natürlicherweise sowohl männliche als auch weibliche Teile an einer Pflanze tragen. Das Denkmal steht an einem Ort, der für die LGBTQ-Bewegung in Deutschland von großer Bedeutung ist.
Das Denkmal liegt zwischen der Lutherbrücke und der Moltkebrücke und ist frei zugänglich für Besucher, die zwischen den Blüten spazieren können. Der Ort eignet sich gut für einen kurzen Halt während eines Spaziergangs entlang der Spree.
Das Denkmal steht an der Stelle des früheren Instituts für Sexualwissenschaft, das 1919 gegründet wurde und wissenschaftliche Forschung über Sexualität vorantrieb. Die Installation verbindet damit den Ort der akademischen Pionierarbeit mit einem modernen Kunstwerk zur Erinnerung an diese Bewegung.
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