Stadtbahnbögen, Historische Viaduktbögen in Berlin, Deutschland
Die Stadtbahnbögen sind ein Viadukt aus 731 Ziegelsteinbögen, das die erhöhten Eisenbahngleise durch Zentral-Berlin trägt und sich von Schlesischer Bahnhof bis zum Savignyplatz erstreckt. Heute nutzen Geschäfte diese Räume, wobei sie statt Straßenadressen die Bogennummern als Standortbezeichnungen verwenden.
Das Bauwerk wurde zwischen 1872 und 1882 vom Architekten Ernst Dircksen erbaut und war von Anfang an für vielfältige Nutzung unter den Gleisen vorgesehen. Von den über 700 Bögen waren etwa 597 für kommerzielle Zwecke ausgelegt.
Die Architektur unter den Bögen zeigt, wie sich Berlin wandelte: Früher wurden hier Pferdeställe untergebracht, heute findet man Restaurants und Bars, besonders bei den Bahnhöfen. Diese Umwandlung spiegelt wider, wie die Stadt ihre Räume über Generationen hinweg neu nutzte.
Das Netzwerk der Bögen erstreckt sich über große Teile der Stadt und ist gut zu Fuß erreichbar, besonders wenn man an den größeren Bahnhöfen entlang wandert. Die meisten Eingänge sind leicht zu finden, und viele Geschäfte und Lokale sind tagsüber zugänglich.
Unter den Bögen findet man eine faszinierende Vielfalt an lokalen Unternehmen, von traditionellen Handwerksbetrieben bis zu modernen Cafes und Kunstgalerien. Die Nummernvergabe der Bögen hat sich bewährt und macht es einfach, Orte für Einheimische und Besucher zu identifizieren.
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