Pergamonmuseum, Archäologisches Museum auf der Museumsinsel, Berlin, Deutschland
Das Pergamonmuseum ist ein archäologisches Museum auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte und zeigt drei Sammlungen mit Objekten aus der Antike, dem Alten Orient und der islamischen Kunst in einem neoklassizistischen Gebäude. Die Räume wurden um große Rekonstruktionen antiker Bauwerke herum geplant, sodass Besucherinnen und Besucher durch nachgebaute Stadttore und Säulenhallen gehen können.
Deutsche Archäologen brachten zwischen 1878 und 1886 monumentale Bauteile von Ausgrabungsstätten in Kleinasien und dem Nahen Osten nach Berlin, darunter das Markttor von Milet und den Pergamonaltar. Das Museum wurde 1930 eröffnet, um diese Funde der Öffentlichkeit zu zeigen, und blieb während des Zweiten Weltkriegs teilweise beschädigt.
Die islamische Kunstsammlung zeigt Wandverkleidungen, Gebetsteppiche und verzierte Holztüren aus verschiedenen Regionen des Nahen Ostens, darunter die Fassade von Mschatta aus Jordanien und die Aleppozimmer aus Syrien. Besucherinnen und Besucher gehen durch nachgebaute Räume mit farbig glasierten Kacheln und sehen Keramikgefäße sowie Kalligrafie aus mehreren Jahrhunderten.
Das Haus bleibt wegen Renovierungsarbeiten bis 2027 geschlossen, und Besucherinnen und Besucher werden zur provisorischen Ausstellung Pergamon-Panorama in einem Nachbargebäude umgeleitet. Informationen zur Wiedereröffnung und zu Alternativangeboten auf der Museumsinsel sind online und vor Ort verfügbar.
Die Säle wurden direkt um die archäologischen Funde herum entworfen, sodass die Raumhöhe und Grundrisse sich nach den Maßen der antiken Bauwerke richten. Einige Wände tragen noch Spuren von Granatsplittern aus dem Zweiten Weltkrieg.
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