Museumsinsel, Museumskomplex auf der Spreeinsel in Mitte, Deutschland
Die Museumsinsel ist ein Komplex aus fünf großen Museen auf einer schmalen Landzunge zwischen Spree und Kupfergraben im Zentrum von Berlin. Die einzelnen Gebäude stehen in einer Reihe und bilden zusammen ein Ensemble aus klassizistischen und neubarocken Fassaden mit Säulen, Kuppeln und breiten Freitreppen.
Der erste Bau auf der Insel entstand 1830 mit dem Altes Museum, das als öffentliche Sammlung für die Bevölkerung Berlins gedacht war. Die übrigen vier Gebäude folgten bis 1930, wobei das Pergamonmuseum als letztes fertiggestellt wurde und heute durch Sanierungsarbeiten teilweise geschlossen bleibt.
Die Alte Nationalgalerie thront wie ein römischer Tempel über der Spree und zeigt deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts in ihren hohen Sälen. Das Bode-Museum am nördlichen Ende trägt seinen Namen seit 1956 und präsentiert byzantinische Kunst in einem Gebäude mit kuppelbekröntem Eingang direkt am Wasser.
Wer alle Sammlungen sehen möchte, sollte mindestens einen ganzen Tag einplanen, da jedes Haus mehrere Stockwerke und zahlreiche Räume umfasst. Die Gebäude liegen nah beieinander, sodass man zu Fuß von einem zum nächsten gehen kann, wobei der Lustgarten als zentrale Freifläche dient.
Die James-Simon-Galerie von 2019 funktioniert als gemeinsamer Eingang für mehrere Museen und verbindet die historischen Bauten mit modernen Glaspaneelen und weißen Betonsäulen. Besucher gelangen von dort direkt in die unterirdische Verbindung zwischen den Häusern, ohne auf die Straße zurückkehren zu müssen.
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