Hotel Adlon, Palasthotel am Pariser Platz, Deutschland
Das Hotel Adlon Kempinski ist ein Eckgebäude am Boulevard Unter den Linden am Pariser Platz, gegenüber dem Brandenburger Tor. Die helle Steinfassade hat ein rustiziertes Erdgeschoss mit Bogenöffnungen, fünf Obergeschosse mit Rechteckfenstern zwischen Pilastern und ein steiles dunkelgrünes Mansarddach mit Gauben. Auf der Dachlinie leuchten weiße Buchstaben „HOTEL ADLON“, darüber stehen drei Fahnenmasten.
Lorenz Adlon kaufte 1905 zwei Grundstücke Unter den Linden und ließ dafür das von Schinkel erbaute Palais Redern abreißen. Das Hotel eröffnete im Oktober 1907, kostete 20 Millionen Goldmark und umfasste nach Eingliederung des benachbarten Hotel Reichshof 305 Zimmer. 1945 wurde es weitgehend zerstört, ein Seitenflügel blieb bis 1984 in Betrieb; am 23. August 1997 öffnete ein Neubau.
Der Name des Hotels stammt von Lorenz Adlon, einem früheren Mainzer Tischlerlehrling, der Berliner Kaffeehäuser betrieb, bevor er den Bau finanzierte. Die Lobby mit großen quadratischen Marmorsäulen wurde zum gesellschaftlichen Zentrum Berlins, und das Auswärtige Amt nutzte das Haus als inoffizielles Gästehaus für Staatsbesuche, darunter Zar Nikolaus II. und der Maharadscha von Patiala.
Das Hotel liegt am Boulevard Unter den Linden 77, an der Ecke, an der dieser den Pariser Platz erreicht; das Brandenburger Tor steht auf der anderen Seite des Platzes. Die Gebäudeecke ist abgeschrägt und trägt über dem rustizierten Erdgeschoss gestapelte Fenster, sodass der Haupteingang von beiden Straßen aus leicht zu finden ist.
Zwischen 1907 und 1945 nächtigten hier Persönlichkeiten wie Thomas Edison, Henry Ford und Charlie Chaplin, die das Haus zu einem Symbol internationaler Begegnungen machten. Diese Tradition setzt sich heute fort, da Staatsgäste und Kulturschaffende weiterhin in den Räumen verkehren.
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