Matthias-Erzberger-Haus, Regierungsgebäude an der Unter den Linden, Berlin, Deutschland
Das Matthias-Erzberger-Haus ist ein Regierungsgebäude in Mitte an der Ecke Unter den Linden und Wilhelmstrasse und zeigt eine moderne Stahlbeton-Rahmenkonstruktion mit Fassade aus industriellen Elementen und Schönbrunner Sandstein. Im Inneren befinden sich Büros von Bundestag-Abgeordneten und in den unteren Geschossen Einzelhandelsflächen.
Der Bau entstand 1961 während der DDR-Zeit als Ministerium für Bildung und war Teil der Architektur des Staatssozialismus. Nach der Wiedervereinigung wurde das Gebäude zwischen 1993 und 1994 grundlegend saniert und für neue Zwecke umgenutzt.
Das Gebäude wurde 2017 nach Matthias Erzberger benannt, einem Politiker der Zentrumspartei, der als Vermittler in kritischen Momenten deutscher Geschichte bekannt ist. Der Name ehrt seine Rolle bei wichtigen Verhandlungen und Reformen der Weimarer Republik.
Das Gebäude steht an einer zentralen Kreuzung im Regierungsviertel und ist leicht zu Fuß von der U-Bahn erreichbar. Die Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss sind für Besucher zugänglich, während die Büroräume in den höheren Geschossen nicht öffentlich besichtigt werden können.
Eine Porträtbüste des Künstlers Bertrand Freiesleben steht vor dem Gebäude und wurde 2021 zum hundertsten Jahrestag eines bedeutenden historischen Ereignisses aufgestellt. Die Statue ist ein Ort der stillen Erinnerung an eine wichtige politische Persönlichkeit.
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