Reichspräsidentenpalais, Offizielle Residenz in Berlin-Mitte, Deutschland
Der Palast des Reichspräsidenten war ein großes Gebäude an der Wilhelmstraße 73, das Büroräume, Privatgemächer und repräsentative Säle unter einem Dach vereinte. Das Gebäude verfügte über eine glasgedeckte Treppenhalle und einen Ehrenhof für diplomatische Empfänge.
König Friedrich Wilhelm I. ließ den Palast 1737 erbauen, um einen repräsentativen Sitz zu schaffen. Nach der Gründung der Weimarer Republik 1919 wurde er als Residenz des deutschen Staatsoberhaupts genutzt, bis die politische Situation sich grundlegend änderte.
Der Palast spiegelte den französischen Stil wider, der in Berlin des 18. Jahrhunderts beliebt war. Die Verzierungen stammten teilweise von Hugenotten-Handwerkern, die sich in der Stadt niedergelassen hatten.
Der Ort liegt zentral in Berlin und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Heute existiert von dem ursprünglichen Gebäude nichts mehr, aber eine Gedenktafel oder ein Gedenkplatz markiert seinen einstigen Standort für Besucher.
Zwischen 1816 und später nutzte der Verleger und Buchdrucker Georg Andreas Reimer das Gebäude für seine Druckerei und Verlagsoperationen. Diese Umwandlung in einen Produktionsort für Bücher zeigt, wie sich der Zweck des Anwesens im Laufe der Zeit mehrfach änderte.
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