Reichstagspräsidentenpalais, Regierungsgebäude in Mitte, Deutschland.
Das Reichstagspräsidentenpalais ist ein Verwaltungsgebäude mit historistischer Architektur an der Spree in Mitte. Die Sandsteinfassaden zeigen aufwendige Verzierungen und das Gebäude folgt einem L-förmigen Grundriss, der sich von der Friedrich-Ebert-Platz aus öffnet.
Der Architekt Paul Wallot entwarf dieses Gebäude zwischen 1900 und 1904 als Residenz für den Reichstagspräsidenten. Das fertiggestellte Bauwerk wurde schnell zu einem wichtigen Ort im politischen Leben der frühen Weimarer Zeit.
Der Palast war während der Weimarer Republik ein Ort der Begegnung für Parlamentarier und prägte das politische Leben der Zeit. Heute spiegelt das Haus mit seinen Details eine Geschichte wider, die Besucher durch die Räume hinweg noch spüren können.
Das Gebäude ist über einen unterirdischen Tunnel mit dem Reichstag verbunden und beherbergt heute die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft. Nach umfassenden Renovierungen 1997 sind die Räume für Besucher zugänglich und bieten Einblicke in die architektonischen Details.
Das Gebäude beheimatete in den 1930er Jahren eine der Öffentlichkeit zugängliche Sammlung von jüdischer, kommunistischer, sozialdemokratischer und pazifistischer Literatur. Diese Sammlung war ungewöhnlich für die Zeit und zeugt von einer offenen Haltung gegenüber vielfältigen Perspektiven.
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