Andachtsraum im Reichstagsgebäude, Andachtsraum im Reichstagsgebäude, Deutschland
Der Andachtsraum im Reichstag ist ein stiller Ort für Gebet und Besinnung mit einem schlichten Altar aus Granit. Der Raum enthält in vier Reihen angeordnete Holzstühle und sieben Holzpaneele, die mit Nägeln, Steinen und anderen Materialien verziert sind.
Die Tradition der Parlamentsgebete begann 1949 unter Bundeskanzler Konrad Adenauer und war anfangs mit dem Glockengeläut des Kölner Doms verbunden. Der Raum wurde später als permanente Stätte für diese regelmäßigen Andachten während der Parlamentssitzungen eingerichtet.
Der Raum zeigt religiöse Elemente, die verschiedene Glaubensrichtungen willkommen heißen. An der Ostwand befindet sich eine Gebetsstufe, und der Eingangsbereich bietet Platz für Ritualgegenstände unterschiedlicher Religionen.
Der Raum ist für Besucher des Reichstags während der geführten Touren zugänglich und bietet einen ruhigen Rückzugsort inmitten des lebhaften parlamentarischen Betriebs. Besucher sollten respektvoll vorgehen, da der Ort während der parlamentarischen Sitzungen für offizielle Andachten genutzt wird.
Die sieben Holzpaneele sind absichtlich nicht dauerhaft befestigt und lehnen lose gegen die Wände, um das Konzept der Vergänglichkeit auszudrücken. Die mit Nägeln, Steinen und Asche verzierten Oberflächen symbolisieren damit bewusst die Vorläufigkeit und Wandelbarkeit menschlicher Existenz.
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