Reichstag-Kuppel, Glaskuppel im Reichstagsgebäude, Berlin, Deutschland.
Die Reichstagskuppel ist ein gläserner Kuppelbau auf dem Reichstagsgebäude in Berlin, Deutschland. Eine Wendelrampe von 230 Metern führt hinauf, während zentrale Spiegel gleichzeitig Blicke in den Plenarsaal und auf das Stadtpanorama ermöglichen.
Die ursprüngliche Kuppel aus Stein und Kupfer wurde im April 1945 während der Kämpfe um Berlin zerstört, und die DDR-Behörden sprengten die Reste 1954. Nach der Wiedervereinigung entschied der Bundestag 1991 für einen transparenten Neubau, den Norman Foster bis 1999 fertigstellte.
Der gläserne Kuppelbau steht für den Gedanken, dass Bürger über der Politik stehen und das Treiben im Plenarsaal von oben beobachten können. Diese architektonische Geste macht den demokratischen Anspruch auf Offenheit für jeden Besucher körperlich erfahrbar.
Der Zugang ist kostenlos, erfordert aber eine Online-Anmeldung im Voraus, besonders mehrere Wochen während der Hauptsaison. Audioguides in mehreren Sprachen stehen zur Verfügung, und Besuche am Abend zeigen die beleuchtete Stadt besonders bei Sonnenuntergang.
Ein System aus 360 beweglichen Spiegeln im zentralen Konus folgt automatisch der Sonne, um natürliches Licht in den Plenarsaal zu lenken, während ein automatischer Sonnenschutz direkte Strahlen abhält. Diese Einrichtung kann den Verbrauch künstlicher Beleuchtung im Bundestag um bis zu dreißig Prozent senken.
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