Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, Gedenkstätte im Tiergarten, Deutschland
Das Denkmal ist eine kreisförmige Installation mit einem dunklen Wasserbecken und einem dreieckigen Steinblock in der Mitte, umgeben von inschriftierten Bronzeflächen. Der gesamte Ort kombiniert Wasser, Stein und Metallarbeiten zu einer schlichten, nachdenklich stimmenden Komposition.
Das Denkmal wurde nach zwei Jahrzehnten der Planung und Bauverzögerungen im Jahr 2012 eröffnet. Die lange Vorbereitung spiegelt die schwierige Anerkennung dieser vergessenen Geschichte in Deutschland wider.
Das Denkmal trägt den Namen des Porajmos, des Romani-Wortes für die Verfolgung und Vernichtung. Besucher können die bronzenen Inschriften eines Gedichts lesen, das die Erfahrungen der Opfer widerspiegelt.
Der Ort befindet sich in der Nähe des Reichstags in Zentralberlin und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Die Eingänge bieten eingeschränkte Barrierefreiheit, aber Besuchende können den Ort von außen einsehen und sich Zeit zum Lesen und Nachdenken nehmen.
Jeden Tag wird eine frische Blume in die Wassermitte gelegt, die die verwelkte ersetzt, die in die Tiefe fällt. Diese stille, sich wiederholende Geste schafft einen persönlichen, zeitgenössischen Bezug zum Gedenken.
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