Checkpoint Charlie, Berliner Grenzübergang in der Friedrichstrasse, Deutschland.
Checkpoint Charlie ist ein ehemaliger Grenzübergang an der Kreuzung Friedrichstraße mit Zimmerstraße und Mauerstraße in Berlin, gekennzeichnet durch eine nachgebaute Kontrollbaracke und Informationstafeln. Die weiße Baracke steht mitten auf der Straße, während großformatige Porträts eines sowjetischen und eines amerikanischen Soldaten einander von beiden Seiten der Kreuzung anblicken.
Von 1961 bis 1989 diente dieser Punkt als Hauptdurchgang zwischen Ost- und West-Berlin für alliierte Streitkräfte und ausländische Besucher während der deutschen Teilung. Nach der Öffnung der Mauer wurde die originale Baracke entfernt und später durch eine Nachbildung ersetzt, die an die Jahrzehnte der Trennung erinnert.
Heute versammeln sich Schauspieler in historischen Uniformen an der Kreuzung und posieren mit Touristen, während Straßenhändler sowjetische Andenken und Originalstücke der Mauer verkaufen. Diese tägliche Wiederbelebung der Grenzatmosphäre zeigt, wie der Ort von einem militärischen Durchgang zu einer öffentlichen Bühne wurde, auf der Besucher das geteilte Berlin nacherleben.
Der Ort liegt zentral in Mitte und kann über die U-Bahn-Stationen Stadtmitte oder Kochstraße erreicht werden, beide nur wenige Gehminuten entfernt. Das angrenzende Mauermuseum zeigt Ausstellungen über Fluchtversuche und das Leben an der Grenze, während die Straße selbst meist belebt ist und bei jedem Wetter besucht werden kann.
Im Oktober 1961 standen sich amerikanische und sowjetische Panzer hier 16 Stunden lang während einer diplomatischen Krise gegenüber, die fast zu einem bewaffneten Konflikt eskalierte. Der Name selbst stammt vom NATO-Alphabet, in dem C für Charlie steht, und bezeichnete schlicht den dritten alliierten Kontrollpunkt in der Stadt.
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