Matthäikirche, Gotische Kirche in Leipzig, Deutschland
Die Matthäuskirche war ein gotisches Kirchengebäude mit zwei Schiffen und spätgotischen Elementen, das 1494 fertiggestellt wurde. Die Struktur hatte eine Länge von etwa 55 Metern und zeigte die typischen Merkmale der Leipziger Sakralarchitektur jener Zeit.
Das Gebäude wurde nach 1230 als Franziskanerkirche zum Heiligen Geist gegründet und erhielt 1488 eine völlige Umgestaltung in gotischen Stil. Nach der Reformation diente es zeitweise als Warenlager für Händler und wurde später wieder als Gotteshaus genutzt.
Der Ort war ein bedeutendes Zentrum für Kirchenmusik in Leipzig und zog Musiker an, die sich mit den liturgischen Aktivitäten befassten. Die Gemeinde versammelte sich hier zu Gottesdiensten, die das religiöse Leben der Stadt über Jahrhunderte prägten.
Der Ort existiert heute nicht mehr, da das Gebäude 1943 während eines Luftangriffs zerstört wurde. Der letzte Gottesdienst in den Ruinen fand 1948 statt und markiert das Ende dieser historischen Stätte in Leipzig.
Das Gebäude war Heimat einer beeindruckenden Orgel mit drei Manualen, die 1939 von der berühmten Werkstatt Hermann Eule gebaut wurde. Diese Orgel, bekannt als Opus 220, wurde ebenfalls während des Luftangriffs zerstört und war eine der letzten großen Orgelneubauten dieser Werkstatt vor dem Krieg.
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