Lipsia-Brunnen, Zierbrunnen im Zentrum von Leipzig, Deutschland
Der Lipsia-Brunnen ist ein Brunnen aus rotem Granit auf dem kleinen dreieckigen Platz, den die schräge Einmündung der Kleinen Fleischergasse in das Barfußgäßchen bildet, gegenüber der Gaststätte Zum Arabischen Coffe Baum. Aus einem unteren Becken von etwa fünf Metern Durchmesser erhebt sich eine mächtige Säule mit vier bärtigen Männergesichtern, darüber ein zweites und ein weiter verjüngtes drittes Becken. Unter diesem stehen vier nackte Knaben, die sich an den Händen halten und vor dem überlaufenden Wasser der kleinen Fontäne Schutz suchen.
Max Lange (1868–1947), in Leipzig tätiger Arzt und Bildhauer, entwarf den Brunnen 1913 für einen Wettbewerb zur Verschönerung der Stadt und gewann den ersten Preis. Zunächst war der Naschmarkt als Standort vorgesehen; warum es dazu nicht kam, ist nicht bekannt. Schließlich wurde er an seinem heutigen Standort aufgestellt und hieß anfangs Puttenbrunnen.
Die vier nackten Kinderfiguren unter dem oberen Becken halten sich an den Händen und wirken, als würden sie Schutz vor dem herabfallenden Wasser suchen. Diese Darstellung vermittelt einen Eindruck von Verletzlichkeit und Zusammenhalt, die Betrachter beim Vorbeigehen wahrnehmbar ist.
Der Brunnen befindet sich an einer belebten Kreuzung mit Fußgängerverkehr und ist leicht zugänglich von den umliegenden Straßen zu erreichen. In der Nähe gibt es mehrere Cafés und Geschäfte, so dass Besucher Zeit dort verbringen können, während sie die Umgebung erkunden.
Ursprünglich hieß der Brunnen Puttenbrunnen, nach den flügellosen Putten, die sich unter dem oberen Becken an den Händen halten. Der heutige Name bürgerte sich erst wegen des westlich stehenden Lipsia-Hauses ein und gilt nun offiziell; Lipsia ist die lateinische Bezeichnung für Leipzig.
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