Erletal, Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg
Das Erletal ist ein feuchtes Tal im Nordosten des Kaiserstuhls bei Endingen, das sich von der Stadt nach Süden bis zum Katarinnenberg erstreckt. Es besteht aus Wiesen, Wäldern und am unteren Ende aus dem Erleweiher, einem kleinen Natursee mit ruhigem Wasser und Badebereichen.
Das Erletal wurde 1991 zum Naturschutzgebiet erklärt, um seine seltenen Pflanzen und Tiere zu bewahren. Der Erleloch, ein Sandsteintunnel aus dem Jahr 1788, war ursprünglich ein Wasserleitungskanal zur Versorgung Endingens und zeigt die lange Verbindung der Gegend zu menschlicher Nutzung.
Das Erletal trägt seinen Namen nach der Erle, einer Baumart, die in feuchten Gebieten wächst und hier verbreitet ist. Die Kastanienallee mit ihren alten Bäumen prägt das Erscheinungsbild und verbindet die Ortschaft mit der Natur des Tals.
Das Gebiet ist leicht zu erreichen und bietet gekennzeichnete Wanderwege wie den Kaiserstuhlpfad, die für verschiedene Fitnessstufen geeignet sind. Der Erleweiher verfügt über Umkleidekabinen, Duschen, Toiletten und einen kleinen Kiosk für Getränke und Snacks.
Der Erleloch-Tunnel aus Sandstein ist etwa 100 Meter lang und führt durch die Geschichte der Wasserbeschaffung, wobei die mittlere Strecke völlig dunkel ist und besonders Kindern ein kleines Abenteuer bietet. Dieses unterirdische Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert ermöglicht es Besuchern, durch Stein zu gehen und die historische Ingenieurarbeit zu spüren.
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