Nordfriesland, Geografische Region im nördlichen Schleswig-Holstein, Deutschland
Nordfriesland ist eine Küstenregion in Schleswig-Holstein, die sich vom Festland bis zu den vorgelagerten Inseln Sylt, Föhr und Amrum erstreckt. Die Landschaft wechselt zwischen flachen Marschgebieten, Salzwiesen und Wattflächen, die bei Ebbe sichtbar werden und bei Flut unter Wasser liegen.
Zwei Einwanderungswellen brachten friesische Siedler im 8. Jahrhundert zunächst auf die Inseln und später auf das Festland, nachdem schwere Sturmfluten die Bewohner zum Umzug zwangen. Die Salzgewinnung aus torfhaltigem Boden und die Heringsfischerei vor Helgoland prägten ab dem 14. Jahrhundert das Wirtschaftsleben der Küstenbewohner.
Der nordfriesische Sprachraum teilt sich in mehrere Mundarten auf den Inseln und auf dem Festland, wobei die Bewohner ihre überlieferten Ausdrücke bis heute im Alltag verwenden. Diese sprachliche Vielfalt zeigt sich in den Ortsnamen, auf Hinweisschildern und in den Gesprächen der älteren Generation, die ihre Dialekte an Jüngere weitergeben.
Besucher können die Landschaft zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Fähre erkunden, wobei die Gezeiten den Zugang zu manchen Bereichen bestimmen. Windfarmen prägen das Erscheinungsbild der offenen Flächen und sind von vielen Aussichtspunkten aus sichtbar.
Die Küste verändert täglich ihr Aussehen durch den Wechsel von Ebbe und Flut, sodass große Flächen bei Niedrigwasser begehbar werden, die später wieder unter Wasser verschwinden. Manche Besucher folgen geführten Wattwanderungen, um diese Verwandlung der Landschaft hautnah zu erleben.
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