Schleswig-Holstein, Bundesland im Norden Deutschlands
Schleswig-Holstein ist ein Bundesland im äußersten Norden Deutschlands, das sich zwischen Nordsee und Ostsee erstreckt und die Verbindung zum skandinavischen Raum herstellt. Die Landschaft umfasst flache Marschgebiete im Westen, sanfte Hügel in der Mitte und zahlreiche Inseln sowie Küstenorte, die vom Meer und der Schifffahrt geprägt sind.
Das Gebiet war jahrhundertelang zwischen dänischen und deutschen Herrschaften umstritten, bis es nach dem Krieg von 1864 unter preußische Kontrolle kam. Die heutige Form als Bundesland entstand 1946, als die britische Besatzungsmacht die preußische Provinz mit Holstein vereinigte.
Plattdeutsch ist in ländlichen Gegenden noch lebendig, besonders bei älteren Generationen und auf den Inseln, wo man es im Alltag hören kann. Die dänische und friesische Gemeinschaft pflegen ihre Sprachen durch Schulen, Zeitungen und lokale Veranstaltungen, die dem Besucher einen Einblick in eine Minderheitenkultur geben.
Kiel, die Landeshauptstadt, liegt etwa anderthalb Zugstunden nördlich von Hamburg und dient als Ausgangspunkt für Fähren nach Skandinavien. Der Nord-Ostsee-Kanal verbindet beide Meere und kann an mehreren Stellen überquert oder vom Ufer aus beobachtet werden, wo große Frachtschiffe vorbeiziehen.
Zweimal am Tag zieht sich das Meer an der Westküste kilometerweit zurück und legt den Meeresboden frei, sodass man zwischen den Inseln zu Fuß gehen kann. Diese Wattwanderungen erfordern einen ortskundigen Führer, da Nebel, Strömungen und die Flut zurückkehrend schnell gefährlich werden können.
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