U 995, U-Boot-Museum in Laboe, Deutschland
U-995 ist ein deutsches U-Boot vom Typ VIIC/41, das in Laboe im Bundesland Schleswig-Holstein zu besichtigen ist. Das Boot misst 67 Meter in der Länge und verfügt über fünf Torpedorohre sowie erhaltene militärische Ausrüstung aus dem Zweiten Weltkrieg.
Die Werft Blohm & Voss in Hamburg baute das Boot im Jahr 1943 und setzte es während neun Einsatzfahrten in der Nordsee und im Nordatlantik ein. Nach Kriegsende übergab die Kriegsmarine das Boot an die norwegische Marine, die es bis 1965 nutzte.
U-995 liegt neben dem Marine-Ehrenmal in Laboe und zieht jedes Jahr Schulklassen an, die hier mehr über den Alltag der Besatzung an Bord eines Kriegsschiffes erfahren wollen. Besucher können die engen Räume durchlaufen und bekommen so einen direkten Eindruck davon, wie Soldaten auf solch einem Boot lebten und arbeiteten.
Besucher gehen durch die niedrigen Gänge und Kammern des Bootes, in denen man sich bücken und vorsichtig bewegen muss. Ein Rundgang dauert etwa 45 Minuten und zeigt unter anderem den Kommandoraum sowie die Schlafkabinen der Mannschaft.
U 995 ist das einzige erhaltene Boot des Typs VIIC/41, der meistgebauten deutschen U-Boot-Klasse des Zweiten Weltkriegs. Norwegen nutzte es zwei Jahrzehnte lang als Schulboot Kaura, bevor es 1965 an Deutschland zurückging. An Deck steht statt der nicht beschaffbaren 3,7-cm-Flak M42U ein umgebautes 4-cm-Bofors-Geschütz.
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