Speicherstadt, Lagerhausviertel in HafenCity, Hamburg, Deutschland
Die Speicherstadt ist ein zusammenhängendes Gebiet aus Backsteinspeichern und Wasserwegen, das sich in Hamburg-Mitte zwischen mehreren Kanälen erstreckt. Die Bauten stehen direkt am Wasser, mit Brücken und schmalen Gassen, die die einzelnen Lagerblöcke miteinander verbinden.
Der Bau begann in den 1880er-Jahren und dauerte mehrere Jahrzehnte, um einen zollfreien Lagerbereich zu schaffen. Später verlor das Viertel seine Handelsfunktion und wurde zu einem geschützten Ensemble aus Kultur und Wohnen.
Die Speicherböden bewahren noch heute den Geruch von Kaffee und Gewürzen, die hier über Jahrzehnte gelagert wurden und tief in die Holzbalken eingedrungen sind. Besucher können in mehreren Museen und Werkstätten nachvollziehen, wie Hafenarbeiter Güter sortierten und Kaufleute Ware prüften.
Wer durch das Viertel läuft, kann über die vielen Brücken gehen und die Wasserwege von verschiedenen Blickwinkeln aus sehen. Am Abend sorgt die Beleuchtung für eine andere Stimmung, wenn die Fassaden angestrahlt werden.
Unter den Gebäuden liegen tausende Eichenpfähle im Flussbett, die das Gewicht der Backsteinbauten tragen und seit über einem Jahrhundert stabil bleiben. Diese Konstruktion ermöglichte es, direkt am und über dem Wasser zu bauen, ohne dass die Fundamente nachgeben.
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