Hamburger Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus, Historischer Hafenkomplex in Hamburg, Deutschland
Die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus bilden ein zusammenhängendes Stadtgebiet in Hamburg-Mitte, das aus roten Backsteinlagerhäusern, schmalen Kanälen und gusseisernen Brücken besteht. Das Chilehaus ist ein markantes Bürogebäude an der Ostseite des Viertels, das mit seiner geschwungenen Fassade aus dem übrigen Stadtbild heraussticht.
Die Speicherstadt entstand ab 1885, als Wohnviertel abgerissen wurden, um ein zusammenhängendes Lagerhauskomplex auf Holzpfählen über dem Wasser zu errichten. Das Chilehaus wurde in den 1920er Jahren von einem Hamburger Kaufmann in Auftrag gegeben, der sein Vermögen im Salpeterhandel mit Chile gemacht hatte.
Das Chilehaus ist ein Bürogebäude aus den 1920er Jahren, dessen Front an den Bug eines Schiffes erinnert. Wer daran vorbeigeht, kann die scharfe Spitze des Gebäudes und die geschwungenen Fassadenlinien direkt erleben.
Das gesamte Gebiet lässt sich gut zu Fuss erkunden, da Brücken und Fusswege die Lagerhäuser miteinander verbinden. Bei Regen können die Pflasterwege rutschig werden, daher sind feste Schuhe empfehlenswert.
Die Lagerhäuser der Speicherstadt wurden nie direkt ans Hamburger Zollgebiet angeschlossen, sondern lagen in einem Freihafenbereich, in dem Waren unverzollt gelagert werden konnten. Diese Besonderheit erklärt, warum das Viertel bis 2013 vom Rest der Stadt durch Zollgrenzen getrennt war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.