Hamburger Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus, Historischer Hafenkomplex in Hamburg, Deutschland
Die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus bilden ein UNESCO-Welterbe in Hamburg-Mitte. Die Speicherstadt umfasst 15 große rote Backsteinlagerblöcke im Stil der Neugotik mit Kupferdächern, die auf rund 3,5 Millionen Holzpfählen gegründet sind. Das Chilehaus, von Fritz Höger entworfen und 1924 fertiggestellt, ist ein zehngeschossiges Bürogebäude mit 4,8 Millionen Klinkersteinen, dessen östliche Kante spitz wie ein Schiffsbug zuläuft.
Die Speicherstadt entstand ab 1885, als Wohnviertel abgerissen wurden, um ein zusammenhängendes Lagerhauskomplex auf Holzpfählen über dem Wasser zu errichten. Das Chilehaus wurde in den 1920er Jahren von einem Hamburger Kaufmann in Auftrag gegeben, der sein Vermögen im Salpeterhandel mit Chile gemacht hatte.
Das Chilehaus ist ein Bürogebäude aus den 1920er Jahren, dessen Front an den Bug eines Schiffes erinnert. Wer daran vorbeigeht, kann die scharfe Spitze des Gebäudes und die geschwungenen Fassadenlinien direkt erleben.
Die Kernzone umfasst 26,08 Hektar: Die 15 großen Lagerblöcke und sechs Nebengebäude der Speicherstadt sind durch ein Netz von Kanälen, die Fleeten, verbunden. Das fünf Hektar große Kontorhausviertel mit sechs Bürokomplexen grenzt daran. Die Lagerhäuser gründen auf rund 3,5 Millionen Holzpfählen im weichen Baugrund der Elbniederung.
Die Lagerhäuser stehen auf rund 3,5 Millionen Holzpfählen, die in den weichen Baugrund der Elbniederung gerammt wurden. Die Speicherstadt entstand zwischen 1883 und 1927 auf schmalen Elbinseln; im Zweiten Weltkrieg wurde das Ensemble zu etwa 50 Prozent zerstört, der Wiederaufbau zog sich von 1949 bis 1967 hin.
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