St.-Pauli-Elbtunnel, Unterwassertunnel in St. Pauli, Deutschland
Der Elbtunnel verläuft 426,5 Meter unter dem Fluss durch zwei parallele Röhren von jeweils 6 Metern Durchmesser, die 24 Meter unter der Wasseroberfläche liegen. Beide Röhren sind durch eine gekachelte Fußgängerpassage verbunden, die von der Anlegestelle St. Pauli bis zum südlichen Hafenufer führt.
Der Bau begann 1907 und beschäftigte 4.400 Arbeiter, die 1911 die erste feste Verbindung zwischen Hamburgs Zentrum und den Werften im Süden fertigstellten. Senkkasten-Methoden ermöglichten den sicheren Bau unter dem Flussbett trotz des hohen Wasserdrucks.
Die Betonröhren sind mit glasierten Kacheln verkleidet, die Fische, Krabben und andere Wassertiere der Elbe zeigen. Diese Keramikarbeiten geben dem Durchgang unter dem Fluss eine handwerkliche Note, die man beim Gehen entdeckt.
Der Zugang ist das ganze Jahr über kostenlos für Fußgänger und Radfahrer, während Kraftfahrzeuge seit 2023 nicht mehr erlaubt sind. Große Aufzüge in einem quadratischen Kuppelbau an der Anlegestelle St. Pauli bringen Besucher hinunter zur Passage.
Die Belüftungsschächte über dem Tunneleingang erinnern an zwei grüne Türme und waren bei ihrer Fertigstellung die höchsten Bauwerke am Hafen. Diese Türme enthalten Maschinerie für Lüftung und Entwässerung, die noch heute den Luftstrom unter dem Fluss reguliert.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.