Fehmarnsundbrücke, Eisenbahn- und Straßenbrücke in Schleswig-Holstein, Deutschland
Die Fehmarnsundbrücke ist eine Straßen- und Eisenbahnbrücke in Schleswig-Holstein, die sich über 963 Meter erstreckt und Fehmarn mit dem Festland bei Großenbrode verbindet. Die Stahlkonstruktion trägt eine einspurige Bahnstrecke, eine zweispurige Straße und einen Fußweg, wobei die Bögen 23 Meter über dem Meeresspiegel aufragen und dem Schiffsverkehr freie Durchfahrt gewähren.
Die Planungen für eine feste Verbindung begannen bereits 1912, doch erst 1958 startete der Bau der Brücke. Am 30. April 1963 wurde sie eröffnet und beendete damit die jahrhundertelange Abhängigkeit von Fährverbindungen über den Fehmarnsund.
Der Name Fehmarnsundbrücke verweist auf die Meerenge zwischen Insel und Festland, die früher nur mit Fähren überquert werden konnte. Heute teilen sich Züge und Autos die Überfahrt, während Fußgänger einen eigenen Weg mit Blick auf das Wasser nutzen und dabei Schiffe unter den Stahlbögen durchfahren sehen.
Die Überquerung ist sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß möglich, wobei der Wind oft spürbar über das offene Wasser weht. Wer zu Fuß geht, sollte festes Schuhwerk tragen und kann unterwegs anhalten, um die Aussicht auf die Ostsee und die vorbeifahrenden Schiffe zu genießen.
Während des Kalten Krieges wurden im Brückenvorfeld auf dem Festland sechs Sprengkammern eingebaut, um die Verbindung im Ernstfall zu zerstören. Heute sind diese Kammern als quadratische Flicken im Asphalt noch erkennbar und erinnern an die damalige politische Lage in Europa.
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