Passat, Museumsschiff in Travemünde, Deutschland
Die Passat ist ein stählerner Viermastschoner, der dauerhaft im Hafen von Travemünde liegt und dessen Masten weithin sichtbar in den Himmel ragen. Das Schiff beherbergt mehrere Decks mit Ausstellungsräumen, Kajüten und Laderäumen, die Einblicke in den Alltag an Bord eines Frachtsegelschiffs geben.
Das Schiff verließ die Werft Blohm & Voss in Hamburg im Jahr 1911 und segelte zunächst viermal nach Chile, bevor der Erste Weltkrieg die Fahrten unterbrach. Nach Kriegsende blieb es bis 1921 in einem Hafen in Peru liegen, ehe es wieder in Fahrt kam.
Der Name ehrt den Südostpassat, jenen Rückenwind, den Segelschiffe auf der Route nach Südamerika nutzten. Heute liegt das Schiff als Museumseinheit fest vertäut und zeigt Besuchern, wie Seeleute früher auf langen Fahrten über den Ozean lebten und arbeiteten.
Besichtigungen führen über das Hauptdeck und durch die Innenräume, wo Ausstellungen zum Schiffsbetrieb und zur Seemannsgeschichte aufgebaut sind. Der Zugang erfolgt über eine Gangway vom Kai aus, wobei steile Treppen und niedrige Durchgänge an Bord typisch für historische Segelschiffe sind.
Die Stadt Lübeck erwarb das Schiff 1959 für 315.000 Deutsche Mark und richtete es als Ausbildungsplattform für angehende Seeleute der schleswig-holsteinischen Seemannsschule ein. Damit endete die Karriere als Frachtsegler und begann ein neues Leben als schwimmendes Schulgebäude und später als Museum.
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