Burg Gosevelde, Burgruine in Deutschland
Burg Gosevelde, auch Burg Gosefeld oder Räuberkuhle genannt, ist eine abgegangene Turmhügelburg auf einem steil abfallenden Geestrücken am Hemmelsdorfer See, südlich von Niendorf und westlich von Häven. Der Turmhügel hatte einen Durchmesser von 12 bis 14 m und war vermutlich aus Holz auf einem Steinfundament errichtet. Ein etwa 4 m breiter Graben und der See schützten die Anlage; heute sind der Hügel mit einigen Findlingen und der Graben sichtbar.
Die Burg Gosevelde wurde 1255 erstmals urkundlich erwähnt, als sich die Grafen Johann I. und Gerhard I. von Holstein gegen Detlev von Buchwald, seine Brüder und Otto von Padelügge verbündeten, die von der Burg aus die Landstraßen gefährdeten. Sie gehörte den holsteinischen Rittern von Buchwaldt und bestand während des 13. und 14. Jahrhunderts. Die Reste stehen als Bodendenkmal unter Denkmalschutz.
Der Ort trägt den Volksnamen Räuberkuhle, der aus alten Überlieferungen stammt und auf Geschichten von Räubern und Abenteurern hindeutet, die sich hier versteckt haben könnten. Dieser Name zeigt, dass die Stelle früher eine gewisse Bedeutung in der lokalen Erinnerung hatte, auch wenn heute nur noch das Gelände und einige Steine davon zeugen.
Das Gelände ist frei zugänglich und kostenlos zu besuchen, mit kostenlosen Parkplätzen in der Nähe von Niendorf oder Timmendorfer Strand. Die Stelle lässt sich vollständig umrunden und ist am besten im Frühling oder Sommer zu erkunden, wenn die Wege trocken und die Umgebung grün ist.
Der Name Gosevelde bezieht sich auf den nahegelegenen Aalbeck-Fluss und zeigt, wie die Burg an einem strategisch wertvollen Ort mit Wasser- und Waldschutz platziert wurde. Ob es die legendären Räuber gab oder nicht, der Name bewahrt bis heute eine Spur dieser alten Überlieferungen.
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