Küstenlandschaft zwischen Priwall und Barendorf mit Harkenbäkniederung, Naturschutzgebiet an der Ostseeküste bei Dassow, Deutschland
Das Küstenlandschaftsschutzgebiet zwischen Priwall und Barendorf ist ein etwa 580 Hektar großes geschütztes Areal an der Ostsee mit Dünen, Steilküsten, Mooren und kleinen Seen. Das Mosaik aus verschiedenen Lebensräumen wird durch die unverbaute Harkenbäkniederung geprägt, die das Gesamtbild dieser Küstenlandschaft prägt.
Die Unterschutzstellung des Gebiets begann 1938 mit dem Deipsee, wurde aber erst nach der Wiedervereinigung durch mehrere Verordnungen zwischen 1990 und 2000 zu seinem heutigen Umfang erweitert. Die Entwicklung des Schutzgebietes zeigt, wie die politischen Veränderungen Deutschlands den Naturschutz dieser Küstenlandschaft geprägt haben.
Das Gelände trägt noch Spuren der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die heute als Rad- und Wanderweg entlang der Ostsee nutzbar ist. Besucher können auf diesem historischen Pfad die Küste erkunden und dabei die Vergangenheit dieser besonderen Landschaft nachvollziehen.
Mehrere Zugangswege ermöglichen Wanderern und Radfahrern, das Schutzgebiet zu erkunden, wobei ein spezialisierter Rad- und Wanderweg dem früheren Grenzpatrouillenweg entlang der Küste folgt. Die Route bietet sich besonders für längere Ausflüge an, da sie zahlreiche verschiedene Landschaftstypen verbindet.
Das Schutzgebiet entstand aus drei geologisch unterschiedlichen Formationen: postglazialen Strandwiesen, Moränenkliffen und Niederungen, die durch Gletscher-Tunnelsysteme geformt wurden. Diese geologische Vielfalt erklärt die unterschiedlichen Lebensräume und Vegetationstypen, die Besucher auf ihren Wegen antreffen.
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