Dummersdorfer Ufer, Naturschutzgebiet in Lübeck, Deutschland.
Dummersdorfer Ufer ist ein Naturschutzgebiet am westlichen Ufer der Trave, nördlich von Lübeck, das Steilufer, Feuchtwiesen, Mischwälder und Magerrasen umfasst. Auf engem Raum wechseln sich sehr unterschiedliche Lebensräume ab, was das Gebiet für Pflanzen und Tiere gleichermaßen wertvoll macht.
Das Gebiet wurde 1958 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, um seine seltenen Pflanzengemeinschaften zu sichern. Im Jahr 1991 wurde es durch das benachbarte Dummersdorfer Feld erweitert und fiel damit unter den Schutz europäischer Naturschutzrichtlinien.
Auf den Magerwiesen weiden Heidschnucken, eine alte Schafrasse, die durch ihren Verbiss die Vegetation offen hält. Wer durch das Gebiet spaziert, sieht dieses lebendige Zusammenspiel zwischen Tierhaltung und Naturpflege direkt vor Ort.
Ein Wegenetz verläuft entlang des Travehangs und ermöglicht es, die verschiedenen Bereiche des Schutzgebiets zu Fuß zu erkunden. Da der Boden in vielen Abschnitten feucht und uneben ist, empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Unter den Naturschutzgebieten Schleswig-Holsteins gilt Dummersdorfer Ufer als das artenreichste für seltene Pflanzen, darunter Thymian, Heidekraut und Enzian. Diese Arten kommen hier vor, weil die Böden arm an Nährstoffen sind und so den meisten anderen Pflanzen wenig Konkurrenz bieten.
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