St. Joseph, Katholisches Kirchengebäude in Kücknitz, Lübeck, Deutschland
St. Joseph ist ein Kirchengebäude aus roten Backsteinen in Lübeck und die zweite katholische Pfarrkirche, die nach der Reformation in der Stadt gegründet wurde. Das Innere bietet Platz für etwa 180 Besucher und wird durch farbige Glasfenster geprägt, die 1988 von Erentrud Trost eingebaut wurden.
Die Kirche entstand 1910 als Reaktion auf das Bevölkerungswachstum durch die Industrialisierung und die Etablierung der Hochofenwerke in Herrenwyk. Sie markiert die Rückkehr der katholischen Kirche zu Lübeck nach Jahrhunderten der protestantischen Dominanz.
Die Kirche ist dem Heiligen Josef, dem Patron der Arbeiter, geweiht und spiegelt die Industriegeschichte des Kücknitzer Viertels wider, wo Fabrikarbeiter das Gemeindeleben prägten.
Die Kirche ist von außen gut erkennbar durch ihre rote Backsteinarchitektur im Industrieviertel Kücknitz und kann einfach zu Fuß erreicht werden. Der Innenraum ist übersichtlich gestaltet und für Besucher während der Öffnungszeiten zugänglich.
Die Kirche beherbergt eine Marcussen-Orgel aus dem Jahr 1880, die 1982 restauriert wurde und bis heute bei liturgischen Feiern erklingt. Dieses seltene Instrument stammt von einem renommierten dänischen Orgelbauer und verleiht dem Gottesdienst eine besondere musikalische Qualität.
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