Schellbruch, Naturschutzgebiet in Lübeck, Deutschland.
Der Schellbruch ist ein Naturschutzgebiet in Lübeck mit ausgedehnten Feuchtgebieten, Schilfbeständen, Seen und kleineren Waldflächen rund um die Untere Trave. Das Gelände wird durch verschiedene Wege und Beobachtungspunkte erschlossen, die einen tieferen Blick in die natürliche Struktur dieser Landschaft ermöglichen.
Das Gebiet stand in den 1970er Jahren unter Druck, da Hafenerweiterungen geplant waren, was jedoch durch Bürgerwiderstand und politische Unterstützung verhindert wurde. Der offizielle Schutzstatus wurde 1981 verankert und hat die Fläche seither bewahrt.
Der Ort ist ein bekanntes Ziel für Vogelbeobachter, die hier seit Jahrzehnten Hunderte von Arten dokumentieren. Besucher können sehen, wie Zugvögel und Wasservögel die Weiher und Schilfgebiete nutzen, besonders während der Migrations- und Brutzeiten.
Ein Wanderweg von etwa 6 bis 8 Kilometern führt durch das Gelände und bietet mehrere Aussichtspunkte zur Vogelbeobachtung und zum Erkunden der Sumpflandschaft. Der beste Ausgangspunkt ist die Haltestelle Fahrenheitweg, von der aus man leicht auf die Hauptstrecke gelangt.
Der Medebek-Bach, der aus dem Lauerholz-Wald kommt, fließt in die Große Lagune und schafft eine seltene Mischung aus Süßwasser- und Brackwasserzonen. Diese speziellen Wasserbedingungen sind selten zu finden und beeinflussen stark, welche Pflanzen und Tiere hier gedeihen.
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