Archäologisch-naturkundlicher Wanderweg Lübeck, Archäologischer Naturwanderweg in Lübeck, Deutschland.
Der Archäologisch-naturkundliche Wanderweg Lübeck ist ein 1995 eingerichteter, etwa 5,5 km langer Wanderweg im Waldhusener Forst im Nordosten Lübecks. Seine 21 Stationen sind mit Schautafeln des Amtes für Archäologische Denkmalpflege und des Stadtforstamtes versehen und zeigen Zeugnisse von der Jungsteinzeit bis in die ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, darunter der Pöppendorfer Ringwall und das Großsteingrab Steinhusen.
Der Weg wurde 1995 mit 21 Stationen von der Jungsteinzeit bis in die ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg eingerichtet. Er führt am Pöppendorfer Ringwall, am Großsteingrab Steinhusen (ca. 5500 Jahre alt, der Erdhügel 1843 bei einer ersten Ausgrabung beseitigt), an neun Hügelgräbern der jüngeren Bronzezeit auf dem Herrenberg und an Fundamenten des Lagers Pöppendorf vorbei, in dem 1945–1951 in 150 Baracken bis zu 5000 Menschen untergebracht waren. Die Pflege ruhte aus Kostengründen und wurde nach einem Beschluss des Kulturausschusses der Lübecker Bürgerschaft im Dezember 2018 wieder aufgenommen.
Der Weg zeigt Grenzsteine von 1804, die die Grenze zwischen der Freien Hansestadt Lübeck und dem Großherzogtum Oldenburg markierten. Diese Steine erinnern an die Zeit, als Lübeck noch ein unabhängiger Stadtstaat war und diese Grenzen zu bewachen waren.
Der Weg hat mehrere Zugangspunkte und ist deutlich beschildert, was die Orientierung und Navigation erleichtert. Die Informationstafeln an den verschiedenen Stationen sind regelmäßig gepflegt und bieten Erklärungen, um das Erlebnis beim Gehen zu bereichern.
Der Weg führt auch zum Pöppendorfer Herrenmoor, einer vor 10.000 Jahren von der Eiszeit geformten Senke, in der bis 1925 Torf abgebaut wurde. Diese Tätigkeit hinterließ Spuren, die heute noch in der Form des Geländes zu erkennen sind.
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