Zisterzienserinnenkloster Mariensee, Zisterzienserkloster und Museum in Neustadt am Rübenberge, Deutschland.
Kloster Mariensee ist ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in Neustadt am Rübenberge in Niedersachsen, das noch heute als aktive Gemeinschaft und Museum genutzt wird. Die Anlage besteht aus einer mittelalterlichen Kirche, Wohngebäuden und Wirtschaftsbauten aus dem 18. Jahrhundert, die um einen zentralen Innenhof angeordnet sind.
Bernhard II. von Wölpe gründete das Kloster 1213 als Zisterzienserinnengemeinschaft und stattete es mit umfangreichem Landbesitz aus. Die Gemeinschaft überstand die Reformation, wandelte sich jedoch in ein lutherisches Stift um und besteht in dieser Form bis heute.
Das Kloster trägt den Namen Mariensee, da es zu Ehren Marias an einem kleinen See gegründet wurde. In der Kirche sind mittelalterliche Kunstwerke erhalten, die Besucherinnen und Besucher heute noch betrachten können.
Das Kloster ist nur im Rahmen von Führungen zugänglich, die regelmäßig angeboten werden. Im Laufe des Jahres finden Konzerte und Ausstellungen statt, und ein Klosterladen bietet Bücher sowie handgefertigte Waren an.
Ein handgeschriebenes Gebetbuch der Äbtissin Odilie aus dem Jahr 1522 hat die Jahrhunderte überdauert und gibt einen seltenen Einblick in das geistliche Leben kurz vor der Reformation. Das Buch enthält persönliche Gebete, die sonst in kaum einem historischen Dokument aus dieser Region überliefert sind.
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