Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, Freilichtmuseum in Mödlareuth, Deutschland.
Das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth ist ein Freilichtmuseum in der kleinen Ortschaft Mödlareuth, die heute auf der Grenze zwischen Bayern und Thüringen liegt. Es zeigt original erhaltene Grenzsperranlagen, Militärfahrzeuge und persönliche Gegenstände, die das Leben zur Zeit der deutschen Teilung dokumentieren.
Der Bachlauf der Tannbach teilte das Dorf schon seit Jahrhunderten, doch 1952 wurde aus dieser Verwaltungsgrenze eine gesicherte Demarkationslinie und 1966 entstand eine Betonmauer. Die Teilung endete erst 1990 mit der deutschen Wiedervereinigung, woraufhin das Dorf wieder zusammenwuchs.
Das Museum zeigt, wie die Mauer den Alltag der Menschen in diesem Dorf prägte und wie Nachbarn plötzlich getrennt wurden. Besucher sehen Spuren dieser Trennung in den erhaltenen Anlagen und verstehen, was es bedeutete, so dicht an der Grenze zu leben.
Da sich das Museum größtenteils im Freien befindet, empfiehlt sich festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Für einen vollständigen Rundgang durch alle Bereiche sollte ausreichend Zeit eingeplant werden, da die Anlage weitläufig ist.
Das Dorf erhielt den Spitznamen "Klein-Berlin", weil es wie die Hauptstadt durch eine Betonmauer geteilt wurde, obwohl es nur wenige Dutzend Einwohner hatte. Der heutige Grenzstreifen zwischen Bayern und Thüringen verläuft noch immer mitten durch das Gelände, sodass Besucher mit wenigen Schritten von einem Bundesland ins andere wechseln können.
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