Schloss Dwasieden, Schlossruine auf Ostseeklippe in Sassnitz, Deutschland.
Schloss Dwasieden sind die Überreste eines Herrenhauses, das auf einer Anhöhe über dem Hafen von Sassnitz steht. Man sieht noch Teile der Steinmauern und einzelne architektonische Details, die vom Baustil der 1870er Jahre zeugen.
Das Herrenhaus wurde zwischen 1873 und 1877 vom bekannten Berliner Bankier Adolph von Hansemann durch den Architekten Friedrich Hitzig erbaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Ruine 1948 abgerissen, während ein früherer Stallgebäude-Komplex erst 1997 durch Feuer zerstört wurde.
Das Schloss zeigt Merkmale der Bäderarchitektur des 19. Jahrhunderts, die den Wohlstand und die Macht der damaligen Oberschicht widerspiegelt. Besucher können heute noch erkennen, wie solche Herrenhäuser als Rückzugsorte für wohlhabende Berliner Geschäftsleute dienten.
Der Zugang zu den Ruinen erfolgt über die Schlossallee, die von der Hauptverbindung zwischen Sassnitz und Mukran abzweigt. Die Wanderung zum Standort ist gut machbar und bietet während des Aufstiegs Blicke auf den Hafen und die Küste.
Das Gelände war ursprünglich von Stallgebäuden umgeben, die länger erhalten blieben als das Haupthaus selbst. Diese Nebengebäude geben heute noch Hinweise auf die praktische Infrastruktur, die für den Betrieb eines solchen Anwesens notwendig war.
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