Haus Rott, Architekturdenkmal im Broich-Speldorfer Wald, Mülheim an der Ruhr, Deutschland.
Haus Rott ist ein Anwesen in einem Waldgebiet mit mehreren Gebäuden aus verschiedenen Bauphasen und Funktionen. Die Anlage umfasst zwei Portiergebäude, ein Nebengebäude, ein Gästehaus mit Teeraum und ein Mausoleum von 1955 im nördlichen Waldbereich.
Der Industriemagnate Hugo Stinnes erwarb das Grundstück 1903 und begann mit der Bebauung, doch der Erste Weltkrieg verhinderte die Vollendung des Hauptgebäudes. Nach seinem Tod kam das Anwesen zu anderen Besitzern, darunter 1967 der Industrialist Herbert Grillo, der das Nebengebäude zu Pferdeställen umbaute.
Das Anwesen trug lange den Namen eines seiner früheren Besitzer und spiegelt die Vorlieben wohlhabender Industrieller des frühen 20. Jahrhunderts wider. Besucher finden hier Bauten, die den Lebensstil dieser Zeit zeigen, von den Gatekeeper-Häusern bis zum Teeraum im Gästehaus.
Das Anwesen liegt in einem Waldgebiet und kann zu Fuß erkundet werden, wobei ein gemütliches Tempo die beste Wahl ist. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die verschiedenen Gebäude und das umliegende Waldgelände zu entdecken, da die Anlage über ein großes Territorium verteilt ist.
Die Anlage umfasst sowohl das unvollendete Hauptprojekt als auch die benachbarte Villa Fritz Thyssen unter einer gemeinsamen Verwaltung. Diese ungewöhnliche Konstellation zweier bedeutender Industriellenvermögen schafft ein besonderes Zeugnis der Industriegeschichte der Region.
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