Hexenbürgermeisterhaus, Renaissance-Stadthaus Museum in Lemgo, Deutschland
Das Hexenbürgermeisterhaus ist ein Renaissance-Kaufmannshaus aus dem 16. Jahrhundert mit aufwendig gestalteter Steinfassade. Das Gebäude zeigt charakteristische Merkmale wie Schmuckvoluten, Gesimse und ein konsolegestütztes Erker an der rechten Seite.
Das Haus wurde zwischen 1568 und 1571 von dem Kaufmann Hermann Kruwel und seiner Frau Lisbeth Fürstenau erbaut. Es erhielt seinen Namen vom Bürgermeister Cothmann, der in dieser Zeit die Hexenverfolgungen in Lemgo leitete.
Das Haus ist nach dem Bürgermeister benannt, der im 17. Jahrhundert die Hexenprozesse leitete, die die Stadt stark prägten. Besucher sehen heute, wie diese düstere Zeit das Gebäude und seine Bedeutung für Lemgo definiert hat.
Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet und Besucher sollten vorausplanen, um den Ort ohne Zeitdruck zu erkunden. Geführte Touren werden regelmäßig angeboten und geben Einblick in die Geschichte des Hauses und der Stadt.
Im Inneren ist das ursprüngliche Layout eines Kaufmannshauses erhalten, mit einer hohen Eingangshalle und einem feierlichen Raum mit Kamin. Unter diesem Raum befindet sich ein flaches Kellergeschoss, das zeigt, wie wohlhabende Familien ihre Häuser strukturierten.
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