Stumpfer Turm, freistehender Glockenturm der evangelisch-reformierten Pfarrkirche St. Johann in Lemgo
Der Stumpfer Turm ist ein massiver Backsteinbau in Lemgo und der erhaltene Glockenturm der ehemaligen Kirche St. Johann. Mit seinen schmalen Öffnungen und dem einfachen Dachziegel prägt er als stille Steinwirklichkeit den Friedhof, der ihn umgibt und Gräber aus mehreren Jahrhunderten bewahrt.
An dieser Stelle befand sich bereits um 780 ein Holzbau, später entstand eine Steinkirche wahrscheinlich im 12. oder 13. Jahrhundert. Der Turm überstand Kriege und Zerstörungen und wurde zum Kern einer wachsenden Gemeinde, die sich um 1190 zur Stadt Lemgo entwickelte.
Der Turm war lange Zeit das religiöse Zentrum der Gemeinde und seine Glocken prägen bis heute den Rhythmus des Ortes. An Sonn- und Feiertagen erklingt die alte Glocke von 1398 vor den Gottesdiensten, eine Verbindung zwischen Vergangenheit und gegenwärtiger Gemeinschaft.
Der Turm ist leicht erreichbar und das Gelande ist offen zuganglich, perfekt fur einen ruhigen Besuch oder um sich mit der Ortsgeschichte vertraut zu machen. Das Zusammenspiel aus altem Stein, historischen Glocken und dem grunen Friedhof schafft eine zeitlose Szenerie zum Erkunden.
Der Turm ist nach seiner Form benannt: da er keine spitze Turmspitze besitzt, heisst er Stumpfer Turm, was auf Deutsch wortlich mit seinem gedrungenen, kastenartigen Aussehen ubereinstimmt. Die alteste Glocke aus 1398 zahlt zu den seltenen Exemplaren der gotischen Glockenkunst Westfalens.
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