Heinturm, ehemaliger Wartturm
Der Heinturm Ossendorf ist ein mittelalterlicher Wachturm aus Stein auf dem Heinberg bei Warburg in Nordrhein-Westfalen. Das Bauwerk wurde um 1430 errichtet, hat einen Durchmesser von etwa 4 Metern und ist 15 Meter hoch. Der Turm wurde aus weißem Kalkstein und rotem Sandstein gebaut und besitzt einen Eingang, der ursprünglich nur über eine Leiter erreichbar war.
Der Heinturm wurde 1430 auf Befehl des Fürstbischofs Dietrich II. von Moers errichtet und diente der Überwachung der Gegend um Warburg. Im Jahr 1760 spielte der Turm während einer bedeutenden Schlacht eine Rolle, als französische Truppen ihn nicht besetzten, was den Gegner überraschte und die Niederlage der Franzosen begünstigte.
Der Name des Turms leitet sich vom nahegelegenen Feld 'Heidenberger Feld' ab, da der Hügel einst mit Heidekraut bewachsen war. Für die Bewohner von Ossendorf und Warburg ist das Bauwerk bis heute ein Symbol ihrer Vergangenheit und des Schutzes, den ihre Vorfahren aufgebaut haben.
Der Heinturm kann von außen besichtigt werden und ist von überall in Ossendorf sichtbar. Besucher dürfen das Gebäude jedoch nicht betreten oder erklimmen, da es sich um ein geschütztes Denkmal handelt, das auf einer Höhe von 259 Metern liegt und beste Ausblicke über die Umgebung bietet.
Der Turm wurde trotz schwerer Beschädigungen durch Granatenbeschuss im Zweiten Weltkrieg von den Bewohnern Ossendorfs kurz nach dem Krieg eigenständig instandgesetzt und später 1990 erneut restauriert. Diese Hartnäckigkeit zeigt die tiefe Verbundenheit der Gemeinde mit ihrem historischen Wahrzeichen.
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